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Inspiration

Hier können Sie sich von verschiedenen Quellen aus Wissenschaft, Literatur, Kunst und Gesellschaft inspirieren lassen.

 

 

The human skills we need – Margaret Heffernan

Welche Fähigkeiten bringen uns durch die turbulenten Zeiten, die uns bevorstehen? Laut der einflussreichen britischen Unternehmerin Margaret Heffernan sicherlich nicht die Steigerung von Effizienz. Sie meint, wir sollten von dem Just-in-time-Denken zum Just-in-case-Denken übergehen, Allianzen schmieden und Experimente wagen. Sie plädiert dafür, ungewisse Zukünfte nicht vorhersagen zu wollen, sondern sich darauf vorzubereiten und sie zu gestalten. Neben dem hier eingebetteten TED-Talk gibt es weitere Anregungen in ihrem Buch „Uncharted. How to Map the Future Together“ (2020).

CRITICAL ZONES – ZKM Karlsruhe

Sie wollen, dass ich auf der Erde lande? Wieso das?
Weil Sie in der Luft hängen und auf einen Absturz zusteuern.
Wie ist es da unten?
Ziemlich angespannt.
Ein Kriegsgebiet?
Fast. Die KRITISCHE ZONE, ein paar Kilometer dick, wo alles passiert.
Ist sie bewohnbar?
Kommt auf die von Ihnen gewählte Wissenschaft an.
Werde ich da unten überleben?
Kommt auf Ihre Politik an.

Ökolinguistik – Arran Stibbe

Um zu verstehen, auf welchen bewussten und unbewussten Weltsichten unterschiedliche Gemeinschaften, Organisationen und unser eigenes Denken und Handeln beruhen, hilft ein Blick auf die Geschichten, die unsere Lebensweisen grundieren. In der Ökolinguistik geht es dabei nach Professor Arran Stibbe, dem Gründer der International Ecolinguistics Association, um unsere Beziehungen untereinander und mit anderen Lebewesen und der Umwelt.

Welche „Ökosophien“ Ihre Organisation und Ihr eigenes Leben prägen, können Sie in unserem Linkedin-Artikel „Füllhorn oder dunkler Berg?“ herausfinden.

Future Library – Katie Paterson

1.000 Bäume wurden in Nordmarka, einem Wald am Rande von Oslo, gepflanzt. Sie sollen das Holz für den Druck von 100 Büchern liefern, die von 2014 bis 2114 von verschiedenen Autor*innen geschrieben werden. Es handelt sich dabei um ein Projekt der schottischen Künstlerin Katie Paterson. Erst wenn hundert Jahre vergangen sind, werden die entsprechenden Bücher veröffentlicht.

Katie Paterson und die teilnehmenden Autor*innen teilen die Hoffnung, dass Menschen heute und in Zukunft für den Wald und sein Überleben Sorge tragen, und dass die Werke in einer unbekannten Zukunft auf empfängliche Leser*innen treffen werden. Auf der Homepage zum Projekt können Sie schon heute ins Staunen geraten.

Chasing Ice – James Baldon

You know, we are really in the midst of geologic scale change and our brains are programmed to think that geology is something that happened a long time ago or will happen a long time in the future and we don´t think that that can happen during these little years that we each live on this planet, but the reality is, that it does. That things can happen very, very, very quickly. We are living through one of those moments of epochal geological change, right now and we humans are causing it.

James Baldon in Chasing Ice (min. 37.35–38:04)

Häkel-Korallenriff – Margaret Wertheim

Inspiriert von den gehäkelten Modellen hyperbolischer Flächen der lettisch-US-amerikanischen Mathematikerin Daina Taimina, begannen die australischen Zwillingsschwestern Christine und Margret Wertheim 2005 mit dem Häkeln von Korallenriffen, um etwas gegen die Korellenbleiche zu unternehmen. Bisher haben sich mehrere tausend Menschen aus der ganzen Welt an dem Projekt beteiligt.

Bei ihrem TED-Talk 2009 sagt Margret Wertheim noch im Scherz, dass sie die Formen und Farben auch dafür bewahren, falls das Great Barrier Reef einmal absterben sollte. Zehn Jahre später, auf der Biennale in Venedig, ist sie sichtlich bewegt, dass dies durch die Meereserwärmung tatsächlich und höchstwahrscheinlich sogar noch zu ihren Lebzeiten eintreten wird. Hier geht es zur Website zum Projekt.

Die Wurzeln des Lebens – Richard Powers

Haben Pflanzen, Flüsse und Berge Rechte? Können andere Lebewesen in Zukunft noch existieren, ohne dass sie einen erkennbaren Nutzen für den Menschen haben? Was bedeutet die massenhafte Zerstörung und Vernichtung anderen Lebens für uns Menschen und unser Überleben? Ist ein Umsteuern (noch) möglich? Dies sind die Fragen, um die der jüngste Roman von Richard Powers kreist, für den er 2019 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

Sie sind eingewoben in die Geschichten und Schicksale von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen beginnen, sich für die Rettung der Wälder in Nordamerika einzusetzen und dabei immer wieder an die Grenzen des Machbaren stoßen. Erst am Ende des Romans stellt sich heraus, worum es bei den Bemühungen der Protagonist*innen in Wirklichkeit geht.